Das Palastmuseum Tai peh
Seit der Ausstellung „Schätze der Himmelssöhne – Die kaiserliche Sammlung aus dem Palastmuseum Taipeh“ in Bonn und Berlin (2003) wurde dies einmalige Museum in Deutschland bekannt. Ausstellungen in den USA (1996) und Frankreich (1998) gingen diese voran.
Das Museum beherbergt die weltweit größte Sammlung chinesischer Kunstwerke von unschätzbarem Wert, die die 5.000 jährige Geschichte Chinas umspannt. Die meisten der 620.000 Objekte waren ursprünglich Teil der kaiserlichen Kunstsammlung, welche von Kaiser Qianlóng (Chien Lung, Ki´en Lung, 1711-1799), dem „Kunstkaiser“ und Anhänger des tibetischen Buddhismus Vajrayana (Matrayana, Tantrayana, Lamaismus) zusammengetragen wurden. Der mandschurische (nicht chinesische) Kaiser Qianlong fühlte sich als  in der chinesischen Kultur beheimatet und glaubte, die höchste Autorität zu sein, an die man sich in Fragen des kulturellen Lebens wenden konnte. Das Qing-Regime war sehr darum bemüht, als chinesische Herrschaft zu erscheinen, und stellte sich als Beschützer chinesischer Werte und Kultur dar. Dazu gehörte für ihn auch die taoistische und konfuzianistische Kunst. Der „Sohn des Himmels“ war der Garant für Ethik und Moral. Die chinesische Xinhai-Revolution (chin. x?nhài gémìng, W.-G. hsinhai keming) (1911), bedeutete das Ende der Qing-Dynastie unter Kaiser Pu Yi, dem letzten der Mandschu-Kaiser. Damit begann die Vertreibung und Beseitigung der Mandschuren und aller anderen „fremden Herren“ in China. Chiang Kai-Shek beschließt, die chinesischen Kunstschätze den plündernd umher ziehenen Horden zu entziehen und nach Taiwan zu transportieren. Die Bereitstellung dreier Schiffe in Shanghai dauert 2 Monate. Vor dem Transport werden die Kunstschätze in Shanghai noch einmal auf Fälschungen untersucht.
Nur die besten Stücke aus der kaiserlichen Sammlung werden im Palastmuseum Taipeh bewahrt.
Dazu gehörten auch unzählige buddhistische und taoistische Kunstwerke, die so auch vor der späteren chinesischen Kulturrevolution und den raubenden und brandschatzenden kommunistischen Truppen gerettet wurden.