Palastmuseumpapier: Kalligrafie, shofo, shodo, hitsuzendo
In den Werkstätten des berühmten Palastmuseums lag von Anfang an ein wichtiger Schwerpunkt bei der Restaurierung und Erhaltung historischer Kalligrafien. Das war auch der Grund dafür,das Palastmuseum Kalligrafie-, Zeichen und Restaurationpaier zu entwickeln. Um Gedichte und andere bedeutsame Schriftstücke für die Nachwelt zu überliefern wurden unvollständig erhaltene Schriftwerke auf dieses moderne Papier übertragen, wobei fehlende Schriftzeichen rekonstruiert wurden. Somit blieben einerseits die alten Originale erhalten und die Texte stehen nunmehr auch künftigen Generationen in aller Fülle zur Verfügung. Können die Originale nicht gezeigt werden, so werden diese Abschriften entsprechend der alten Vorlagen antik eingefärbt.
Die chinesische Kalligrafie (chin.: shofo, jap.:shodo, bzw. die meditative Zen-Kunst hitsuzendo) ist eine Kunstrichtung, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der Dichtkunst und der chinesischen Malerei steht. Die Gemälde zeigen oft auch eine prosaische Beschreibung des Dargestellten oder ein Gedicht. Bild und Text werden mit dem Pinsel niedergeschrieben In beiden Künsten kommen die Vier Schätze des Gelehrtenzimmers zum Einsatz: Schreibpinsel, Stangentusche, Reibstein und Reispapier. Deshalb waren die berühmten chinesische Kalligrafen meist auch bedeutende Maler und umgekehrt.
Selbstverständlich ist dieses wunderbare Material auch für die japische, tibetische, islamische bzw. muslimische und europäische Schriftkunst oder    Schönschrift geeignet, einschließlich der auf der geometrischen Harmonielehre   basierende zwei Schönschriften von Albrecht Dürer.