Palastmuseumpapier

Hitsuzendo, die japanische Zen-Kalligrafie auf Palastmuseumpapier

Das Palastmuseum Kalligrafie- und Zeichenpapier ist für Hitsuzendo ganz hervorragend geeignet, weil die schwarze Tusche auf dem weißen Papier dem Streben der Zen-Mönche nach Schlichtheit und Einfachheit sehr entgegen kommt.

Hitsuzendo bedeutet: Erleuchtungsweg (do) der Meditationsübung mit dem Pinsel (hitsu).

Diese Übung ist fast untrennbar mit dem sumi-e do, dem Weg über das Malen eines Bildes (e) mit Tusche (sumi) zur inneren Einkehr zu gelangen.
Während der Muromachi-Zeit (1338-1573) verlegten die Shogune ihren Sitz zurück nach Ky?to. Damit endete der Trend zur Popularisierung aus der Kamakura-Zeit, und die Kunst bekam wieder einen höfischen und aristokratischen Charakter.
Der Chan-Buddhismus wurde ein zweites Mal in Japan eingeführt und übte als Zen vor allem auf die Samurai großen Einfluss aus. Der Handel mit China, zu dieser Zeit von der Ming-Dynastie beherrscht, wurde wieder verstärkt betrieben, unter anderem von Zen-Tempeln, und so kamen viele chinesische Malereien und andere Künste nach Japan. Unter dem Einfluss der chinesischen Ming- und später der Qing-Kunst veränderten sich die Themen in der Malerei, aber auch die Farben: die leuchtenden Farben der Yamato-e (Farbige Malerei der Heian-Zeit; 9-12. Jahrh.) gerieten aus der Mode und durch die schliche Malend mit Schwarzer Tusche (saibokuga-Stil) verdrängt. Es war das medidative sumi-e do der Zen-Mönche der, das nun auch vom Schwert-Adel (Samurai, Daimy?, Sh?gun) ebenso wie das hitsuzen do, das kyo do (Weg des Pheiles), Ken do (weg des Schwertes), kaate do (weg der leeren Hand), ikebana do (Weg des Steckens von Blumen), Cha do (Weg der Teeteremonie) u.v. als hohe Kunstform ausgeführt wurde. Der sogenannte Schwert-Adel regierte in Japan bis 1868. Von den Zen-Mönchen wurden die meditativen Künste weiter gepflegt. Ab dem 20. Jahrhundert gelangten viele dieser Künste in die USA und nach Europa und wurden hier immer wieder in leichten Abwandlungen als etwas „völlig Neues“ gefeiert.