Alchemie Alchimie Mystik Malborlagen
Alchemie, Goldmachen, Mystik - je 15 Malvorlagen (Linienzeichnungen), Sortiment1, 2, 3

Malvorlagen aus der Alchemie, Alchimie, Alchymie

 (Je 15  Stück). Zur Zeit sind 3 Seien vorrätig.
Die Malvorlagen sind schwarze Linienzeichungen, die sich zum Nachzeichnen und Ausmalen gut eignen, zumal die Linien der historischen Bilder nicht immer scharf ausgeprägt sind. Sie sehen hier auch Beispiele für die farbliche Gestaltung. Die Alchimie (Alchymie, Alchemie) ist ein alter Zweig der Naturphilosophie. Sie war meist eng mit der Astrologie und der Mystik verbunden.
Der Weg zur Herstellung des Steins der Weisen oder auch Lapis Philosophorum verlief über vier, später drei Stufen. Stellenweise geht man sogar von sieben oder zwölf Stufen aus. Die praktische Anwendung des „Opus magnum“ sollte unedle Stoffe durch Transmutation in Gold verwandeln, indem man den unedlen Stoff durch den „roten Stein“ führte und das „weiße Elixier“ sollte unedle Stoffe zu Silber verwandeln.
Die Idee der Herstellung von Gold oder eines Allheilmittels (Panacea), die Suche nach dem Stein der Weisen trieb viele Alchemisten zu ihren meist geheimen Forschungen an, deren Ergebnisse sie in mystischen Texten und bildhaften Verschlüsselungen wiedergaben. Daher gibt es keine andere historische Wissenschaft, die so viele Symbole und eine so sehr ausgeprägte Bildersprache benutzt, wie die Alchemie.
Der geflügelte Drache war die Prima materia,der  Ausgangsstoff zur Herstellung des Steins der Weisen und der Drachenring Ouroboros, der sich in den eigenen Schwanz beißt und allmählich selbst auffrisst, zeigt die allmähliche Umwandlung der Urmaterie an. König und Königin in der körperlichen Vereinigung, der brennende Ritter, zeigen chemische Reaktionen an.
Der "Stein der Weisen“
Eine mysteriöse Urmaterie (Prima materia), in der sich die Bestandteile noch in widerstreit befanden allmählich in erlösten, neuen Zustand der Harmonie überführt werden. Das Endprodukt war das reine Gold oder der „Stein der Weisen“, auch „Lapis philosophorum“ genannt. Im Buch vom
Stein der Weisen von 1778 heißt es: „Erstlich setzen wir zusammen, danach faulen wir aus, das Ausgefaulte lösen wir auf, das Geteilte reinigen wir, das Gereinigte vereinigen wir und verfestigen es. Auf diese Weise wird aus Mann und Weib (aus Gegensätzlichkeiten) Eins.“.

Einige ausführliche Bescreibungen zu  farbigen, vom Künstler signierten Drucken verdeutlichen die Komplexität der bildlichen Inhalte gnostisch-alchemer Kunstwerke.

Abraxas, Abrasax oder Abanathabla
Vom Künstler handsignieter farbiger Druck, ca. 20 x 28 cm  15,20 Euro.(BRD)  / 17,20  Euro (EU)
Die Darstellung des Abraxas in der gnostisch und alchemistisch geprägten Kunst:  Das Abbild des Abraxsas (eigentlich Abrasax, Gott, Christus) auf Gemmen und Ringsteinen stellt einen menschlichen Rumpf mit Hahnenkopf, Schlangenfüßen und menschlichen Armen und Händen dar. Die linke Hand hält eine Peitsche (oder den Mond, Symbol der Maria Magdalena als Mondgöttin), die Rechte einen Kranz (oder die Sonne), welcher einen, wie ein Doppelkreuz gestalteten Zweig umgibt. Dieses Bild stellt die Zahl 5 in der Lehre des Basilides enthaltenen Grundeigenschaften Gottes dar, nämlich die Schlangenfüße den Verstand (Logos) und das Gemüt (Nus), der Hahnenkopf die Vorsicht (Phronesis), die Peitsche die Macht (Donamis), der Kreis die Weisheit (Sophia), der menschliche Rumpf aber den ungebornen ewigen Urvater selbst. So erscheint er in seinem Sohn Jesus (siehe oben) und ist somit ist auch dieser ein Aspekt des Abraxas und die Gemahlin von Jesus,

 

Maria Magdalena erscheint als die Mondgöttin
Die gnostische Mondgöttin Maria Magdalena
Vom Künstler handsignieter farbiger Druck, ca. 20 x 28 cm  15,20 Euro.(BRD)  / 17,20  Euro (EU)
Hier ist Maria Magdalena als die gnostische Mondgöttin dargestellt und Sie ist in dieser Form die Gemahlin des Sohnes von Gottvaters Abrasax (=Jesus) bzw. Jesus ist eine der 365 Erscheinungsformen von Abrasax (Abraxas) und damit gottgleich.  Im Johannesevangelium stand Maria Magdalena Jesus sehr nahe und gemäß dem Thomasevangelium und der Pistis Sophia ist sie seine Gemahlin und die Verkünderin seiner Lehre. Sie hat in der von Männern dominierten Gesellschaft einen überragenden Anteil an der Darlegung der christlichen Heilslehre und damit die eigentliche geistige Führerin in der Nachfolge Christi. Sie wurde in diesen Texten „die Sophia“ (Weisheit), „Erbin des Lichtreichs“, die Geist-Erfüllte, die Erleuchterin, die Lichtreine Begnadete,die Reine, die All-Begnadete, die Allselige, die Vollheit und die in Fülle Begnadete und vor allen Frauen Begnadete Höchste Fülle und höchste Vollendung genannt.  In drei Kapiteln der Pistis Sophia sagt der Erlöser bedeutende Dinge über sie: „Doch Maria Magdalena und Johannes, der Jungfräuliche, werden alle meine Jünger und alle Menschen, die die Mysterien vom Unaussprechlichen empfangen, überragen. Und sie werden zu meiner Rechten und zu meiner Linken sein. Und ich bin sie und sie sind ich.“ (Kap. 96). Sie ist also die Thronbeisitzerin (Paredra) neben Christus im Himmel, gemeinsam mit Johannes - und eines mit dem Erlöser!.
In Kapitel 34 spricht er zu ihr: „Du bist begnadet in Fülle, du bist die allselige Vollheit, die von allen Geschlechtern selig gepriesen wird“. Und in Kapitel 19 lässt Christus ihr sogar folgendes Lob angedeihen: „Du bist begnadet vor allen Frauen auf Erden, weil du die höchste Fülle und höchste
Vollendung sein wirst“.
In der Gnosis und der Rosenkreuzer-Mystik wird überliefert, dass Maria Magdalena die Gefährtin Jesu gewesen sei. Das gnostische Evangelium der Maria, das auf die zweite Hälfte des zweiten Jahrhunderts datiert wird, ist möglicherweise nach ihr benannt.
Das Johannesevangelium (20, 15 - 17) schildert, dass Maria am Ostermorgen allein war, als sie dem Auferstandenen begegnete (20, 15 - 17): die traurig am Grab Weinende sah einen Mann, vermeintlich den Gärtner; nachdem er sie beim Namen genannt hatte, erkannte sie Jesus als
Lebenden, durfte ihn aber nicht anfassen: Berühre mich nicht - noli me tangere.

Der "Drachenrauch" - Draco Solchenbergius
Vom Künstler handsignieter farbiger Druck, ca. 20 x 28 cm  15,20 Euro.(BRD)  / 17,20  Euro (EU)
David Stolcius von Stolcenberg war ein bekannter Autor von alchemistischen Büchern (17. Jahrh.). In solchen Werken findet man geheimnisvolle alchemistische Anweisungen, die einen mystischen Kodex beinhalten, denn es ging meist um die Herstellung von Gold aus unedlen Stoffen. Der Drache hat eine pfeilförmige Zunge, die verdeutlicht, daß der „Drachenrauch“ einen chemischen Prozess in Gang bringt. Sehr eindrucksvoll ist auch das Bild Solcenberg-Meeresdrache-01, wo es um die heilsame Wirkung der „Jungfrauenmilch“ geht. Auch der Ouroborus (Drachenkönig), der "arabische Drache" und geflügelte Schlagen tauchen im immer wieder auf.

alchemistischer Drache Ouroborus (Drachenkönig).
Vom Künstler handsignieter farbiger Druck, ca. 20 x 28 cm  15,20 Euro.(BRD)  / 17,20  Euro (EU)   
Der Ouborus ist eine ringförmige Schlange, ein geflügelter Drache oder ein Sybol aus zwei Drachen, die einen Ring bilden. Dabei beißt sich das Fabeltier selbst in den einegen oder in den Schwanz des zweiten Drachens. Somit ist er das Symbol der Ewigkeit, der Wiedergeburt, der ewigen Wiederkehr, aber auch des chemischen Kreisprossesses bei der Gewinnung  von Gold aus unedlen Stoffen.  
Er erscheint erstmals bei "Cleopatra", der großen Alchemistin von Alexandria (3.Jahrh.n.Chr.
Bild: Cleopatra-01), bei dem Alchemisten Abraham Elazar
Bilder: Elazar-01, 02, 03, bei dem geadelten englischen Mönch Sir John Ripley
Bild: Ripley-Ouroborus-01), im Annulus Platonis
Bild: Platonis-Ouroborus, in der Pandora des Hieromimus Reuss
Bild: Reuss- Ouroborus und im dem „Theosophischen Wercke“ des Alchemisten Jacob Böhne
Bilder: Böhme- Ouboros-01, 02 oder wie hier aus dem Atalanta fugens
Bild: Atalanta-Ouboros-01
Diese Darstellungen stammen urspünglich aus dem Dunstkreis um den gnostisch - achmemistischen Gott Abraxas (Abraxis = "Abrakadabra".
Bilder: Abraxas-01, 02, 03. Zu der Gruppe der alchemistischen Drachen gehört auch der "Doppekopf-Drache" oder „arabische Drache„ z.B.
Bilder: Ripley-01,02, Stolcenberg-01, dessen Vorbilder aus Indien und Tibet stammen wie z.B. die Abbildungen des
"Großen Himmelsdrachen" Rahu, dem tibetischen Bescützer der Astrologie und Alchemie (Kalachakra-Lehren)

Der Augenbaum

Vom Künstler handsignieter farbiger Druck, ca. 20 x 28 cm  15,20 Euro.(BRD)  / 17,20  Euro (EU)  
Das wohl faszinierendste „Kunstwerk“ aus dem Umfeld der Gnostik und der Alchemie ist dieser Augenbaum. Wenn wir der grafischen Kunst aus dem Dunstkreis dieser mystischen Wissenschaften des Altertums sprechen, so handelte es sich ursprünglich um eine geheime Symbolsprache, die sich aus den ikonographischen Merkmalen und der Farbgebung ergibt.
Der alchemistische Begriff Azoth ist ein Kraftname für Mercurius. Er setzt sich zusammen aus den Anfangsbuchstaben des lateinischen, griechischen und hebräischen Alphabets. Am Baum zeigt sich, dass Azoth sowohl der Anfang des Werkes (der Läuterung bei der Herstellung von Gold aus unedlen Stoffen), die merkurualen Wurzelkräfte meint, als auch die oberste Spitze, den Mercurius der Philosophen, das allheilende Elixier, das hier bis in die Spitze aus Agen besteht.
Von orakelnden Sonn- und Mondbäumen wird in dem im Mittelalter populären Alexander berichtet. Daneben haben sicherlich auch Beobachtungen von baumartigen Kristallisationserscheinungen in der Retorte zur Verbreitung dieser Symbolik beigetragen:
Isak Newton schrieb hierzu: „Sie wachsen in den Gläsern in der Form von Räumen und durch wieder holte Zirkulationen werden diese wieder aufgelöst zu neuem Mercunus und das Gold beginnt anzuschwellen, sich aufzublähen, zu zerfallen und in Sprossen und Zweige zu schießen, was mich täglich aufs neue beeindruckt.“
Übereinstimmend mit dem Opus Magnum (der geheimen Abfolge bei der Goldgewinnung) befinden sich die lösenden und bindenden Kräfte, der flüchtige Mercunus und der feuerspeiende Sulfur im Glasgefäß. Darüber bilden sich ihre sublimierten Zustandsformen als Wuzeln aus. Auf der oberen Ebene, dem dritten Werk (des Läuterungsprozesses), vereinen sich beide zur lunaren Tinktur aus der schließlich der feste Sulfur, der Sohn der Sonne (Auge) erwächst.
Aus dem toten Körper, der in der Retorte der Verwesung anheim fällt, wird die mercuriale Seele, der Geist, die Tinktur extrahiert. Nach Gerard Dorneus ist Mercurius die mineralische Wurzel des Baumes, den die Natur in der Mitte ihrer Gebärmutter gepflanzt hat. Alle Metalle gehen aus ihm hervor und seine Äste sind über den ganzen Erdkreis verzweigt wie die Adern im Körper.
Pflanze diesen Baum auf den Lapis, auf dass die Vögel des Himmels kommen und auf seinen Ästen zeugen; von dort nämlich steigt die Weisheit auf.
In diesem Sinne ist das Auge „das Auge der Weisheit“, das alles sehende auge Gottes.
Nach mittelalterlicher Auffassung besteht das Auge aus drei verschiedenen Kondensationsformen der Körperflüssigkeit. Die eisige Flüssigkeit bildet nach der Lehre des arabischen Gelehrten Avicenna (980-1037) das Zentrum des Au-ges. Davor liegt der wässrige, dahinter der kristalline Bereich. Bekleidet sei es mit sieben Gewändern oder Häutchen (tunicas), denen im Makrokosmos die sieben Planetensphären entsprechen. Dieser zehnteilige Aufbau des Auges wurde von den Kabbalisten mit den Sefiroth in Verbindung gebracht. Der blinde Fleck war eine Bezeichnung für die höchste Sefira „Kether“, die Krone oder das göttliche Nichts in allen Dingen.
Das Auge des Menschen ist ein Abbild der Welt und alle Farben darin in Kreisen angeordnet. Das Augenweiss entspricht dem Ozean der die ganze Welt von allen Seiten umschließt; eine zweite Farbe dem Festland, das der Ozean umschließt oder das zwischen den Wassern steht; eine dritte Farbe in der mittleren Region: das ist Jerusalem die Mitte der Welt. Eine vierte Farbe aber, die Schau des ganzen Auges selber ist Zion, der Mittelpunkt von allem darinnen sichtbar wird die Erscheinung der ganzen Welt.
Gerardus Dorneus, De geneabgia minerahum, 1568, in: Theatrum chemicum, 1602
Gregor Reisch, Pretiosa Margarita, Freiburg, 1503
Philosophischer Baum
Der Begriff Azoth ist ein Pracelsischer Kraftname für Mercurius. Er setzt sich zusammen aus den Anfangsbuchstaben des lateinischen, griecischen und hebräischen Alphabets. Am Baum zeigt sich, dass Azoth sowohl der Anfang des Werkes (der Läuterung), die merkurualen Wurzelkräfte meint, als auch die oberstw Spitze, den Mercurius der Philosophen, das allheilende Elixier,   
Der Konstruktion des Sefiroth - Baumes ist diese Darstellung des Opus Magnum verpflichtet.
Die lösenden und bindenden Kräfte sitzen sich hier jeweils auf den Ästen gegenüber:
Links unten der flüchtige Mercunus mit den Flügelschuhen und rechts daneben der feuerspuckende Sulfur. Darüber, und zwar diagonal versetzt, befinden sich ihre sublimierten und gekrönten Zustandsformen. Auf der oberen Etage, dem dritten Werk (dem Läuterungsprozess), vereinen sich beide zur lunaren Tinktur. Aus ihr erwächst schließlich der feste Sulfur, der Sohn der Sonne. Erträgt die Kronen der drei Reiche Pflanze, Tier und Mineral.
J D. Myhus, Anatomia auri, Frankfurt, 1628 Philosophischer Baum
Von orakelnden Sonn- und Mondbäumen wird in dem im Mittelalter populären Alexander-Roman berichtet. Daneben haben sicherlich auch Beobachtungen von baumartigen Kristallisationserscheinungen in der Retorte zur Verbreitung dieser Symbolik beigetragen:
»Sie wachsen in den Gläsern in der Form von Räumen und durch wieder holte Zirkulationen werden diese wieder aufgelöst zu neuem Mercunus und das Gold beginnt anzuschwellen, sich aufzublähen, zu zerfallen und in Sprossen und Zweige zu schießen, was mich täglich aufs neue beeindruckt.«
(Isaac Newton, zitiert in: Betty Dobbs, The Foundations of Newton sAlchemy, Cambridge, 1975)
Pseudo-LuIIus. Alchemistkcher Traktat, ca. 1470 Philosophischer Baum
Aus dem toten Körper, der am Boden der Retorte der Verwesung anheim fällt, »wird die mercuriale Seele, der Geist, die Tinktur extrahiert«. Nach Gerard Dorneus ist Mercurius »die mineralische Wurzel des Baumes, den die Natur in der Mitte ihrer Gebärmutter gepflanzt hat«. Alle Metalle gehen aus ihm hervor und seine Äste sind über den ganzen Erdkreis verzweigt wie die Adern im Körper.
(Gerardus Dorneus, De geneabgia minerahum, 1568, in: Theatrum chemicum, 1602)
Miscellanea d'A Ich imia, Italien,15.Jh. Philosophi-scher Baum
»Pflanze diesen Baum auf den Lapis, auf dass die Vögel des Himmels kommen und auf seinen Ästen zeugen; von dort nämlich steigt die Weisheit auf«
(Theatrum chemicum)

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